Siek - INFO 38/08
Dein Feind der Baum
   
Letzte Ulme abgeholzt
   
Dorfanger abholzen?
   
"Knickpflege"
Lärmschutz nur für Großhansdorf
Gefährlicher Schulweg
Einwohnerversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Wann kommt Lidl?
Neuer Spielplatz in Meilsdorf
Naherholung
Wahlaufruf

Dein Feind der Baum

Letzte Ulme abgeholzt

 


Am Spielplatz „Dohm“ nahe der Amtsverwaltung stand eine alte Ulme, in deren Schatten eine Sitzgruppe, ein beliebter Treffpunkt auch für die Jugend des Dorfes. Jetzt steht da nur noch ein 2 m hoher riesiger Stumpf. Die letzte Ulme im Dorf war kerngesund. Gefällt am 25.01.08 in einer Blitzaktion von unserem Bürgermeister. Ulmen stehen unter besonderem Schutz, denn nur wenige Exemplare haben in den letzten Jahren die Ulmenkrankheit überstanden. Es war die letzte Ulme in unserem Dorf. Umweltbewusstsein? Fehlanzeige!

Dorfanger abholzen?

 


Die vermutlich fast 100 Jahre alten Linden um die Kirche bedürfen aus Gründen der Verkehrssicherheit der Pflege. Nun hatte unser Bürgermeister die Idee die Bäume in 2 Abschnitten in 6 m Höhe zu kappen. Dem hatte schon der Bauausschuss mit CDU und SPD – Mehrheit zugestimmt. Zum Glück fand sich dann in der Gemeindevertretersitzung eine Mehrheit, die diese Maßnahme zumindest aufgeschoben hat.
Zum Sachverhalt:
Die Linden waren auf ihre Standfestigkeit von einem Fachmann überprüft worden. Der hat ihnen bis auf einen Baum – der zwischenzeitlich gefällt wurde- einen guten Zustand bescheinigt. Jedoch ist in einigem Umfang Totholz aus den Kronen zu entfernen. Um diese laufenden Kosten zu sparen, kam der Bürgermeister auf die Idee in zwei Schritten jeden 2. Baum in 6 m Höhe zu kappen und neu ausschlagen zu lassen. Es würden dann nur noch Stümpfe übrigbleiben.
Der Gutachter hat dringend davon abgeraten. Das wäre auch kein Sicherheitsgewinn, weil der Stamm von Oben faulen würde, und die neuen Triebe wären dann stark bruchgefährdet. Ärger mit dem Natur- und Denkmalschutz wären vorprogrammiert. Ganz abgesehen von der Verschandelung des Ortsbildes.
Unsere Meinung:
Man sollte die Bäume in ihrer jetzigen Form so lange wie möglich erhalten. Wenn dann tatsächlich das Ende einer sinnvollen Lebenserwartung erreicht ist, sollte man sie abschnittsweise durch Neupflanzungen ersetzen.

"Knickpflege"

 


Das Landschaftsbild um Siek und Meilsdorf wird durch zahlreiche Knicks geprägt, die unter besonderem Schutz stehen. Leider wird durch die Landwirtschaft immer mehr mit ungeeignetem Gerät diesen Knicks zugesetzt. Das ist aus wirtschaftlichen Erwägungen zumindest noch nachvollziehbar. Unverständlich ist jedoch der Einsatz von verbotenem Gerät durch die Gemeinde Siek. Dabei werden mehr als Armdicke Stämme zerfetzt. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist auch ein Umweltvergehen. Das Thema wurde von uns mehrfach angesprochen. Bürgermeister und Gemeindevertretungsmehrheit scheint das aber nicht zu interessieren.
Wir meinen: Insbesondere bei der CDU in Siek fehlt jedes Umweltbewusstsein. Das zeichnete sich schon zu Beginn der Legislaturperiode ab, als mit der absoluten Mehrheit der Umweltausschuss abgeschafft wurde. Im Bauausschuss ist dieses Thema zu kurz gekommen. Wir wollen den Umweltausschuss wieder einrichten.

Lärmschutz nur für Großhansdorf


Die umfangreichen Bauaktivitäten an der Anschlussstelle nach Hamburg dienen dem Bau von Lärmschutzwällen für Großhansdorf. Obwohl in vielen Bereichen von Siek und Meilsdorf die Lärmbelastung insbesondere nachts zunimmt, gibt es keinen Lärmschutz für uns. Auch die Befürchtung zu erwartender Reflexion durch Wall und Mauer wurde als unbegründet zurückgewiesen.

Gefährlicher Schulweg


Die neu entstandene abknickende Vorfahrt hat jetzt ein erstes Opfer gefunden. Ein Kind, das ordnungsgemäß abgestiegen war, wurde vom Schulbus angefahren. „Normal“ ist eigentlich, dass die Kinder mit hoher Geschwindigkeit ohne abzusteigen den Zebrastreifen überqueren, und auch kaum ein Erwachsener steigt hier ab. Die Akzeptanz ist nahe Null. Wir fordern deshalb die Einrichtung eines Kreisverkehrs, das vermindert die Geschwindigkeit, ist übersichtlich und schafft die Möglichkeit Fahrradfurten einzurichten. Es würde auch die bremsen, die heute mit hoher Geschwindigkeit über die Kreuzung ins Gewerbegebiet rasen.

Einwohnerversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit


Am 22. Januar war Einwohnerversammlung im neuen, schönen Haus der Vereine, Hinterm Dorf. Eingeleitet von einem sehr interessanten Vortrag 100 Jahre Kreisbahn.
Obwohl viele interessante Themen auf der Tagesordnung standen (Schule, Kindergarten), waren mehr Gemeindevertreter anwesend als Bürger. Das muss nicht Desinteresse gewesen sein, sondern lag wohl eher daran, dass keiner davon wusste. Nicht einmal der örtliche Friseur wusste von dem Termin. Weder in der örtlichen Presse, noch durch Handzettel oder Plakate wurde auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Auch die Einladung an die Gemeindevertreter erfolgte sehr kurzfristig. Weil die Defizite offensichtlich waren, hat die FDP dann noch kurzfristig Plakate gestellt. Hier gibt es sicher ein Verbesserungspotenzial, wenn man den Bürger tatsächlich ansprechen will.
Oder sind die Bürger unerwünscht?

Wann kommt Lidl?


Über den Bauplatz wächst Gras und man könnte meinen, ein Naturidyll vor sich zu haben. Von Bauaktivitäten keine Spur. Kaum noch nachzuvollziehen, mit welcher Eile die CDU dieses Projekt mit ihrer absoluten Mehrheit gegen massive Bürgerproteste durchgesetzt hat. Lidl hat wohl Probleme für die gigantische Halle des Zentrallagers die entsprechenden Filialen zu eröffnen. Über die genauen Hintergründe hüllt sich Lidl in Schweigen. Aber Lidl wird kommen, die Flächen sind erworben, die Baugenehmigung ist erteilt, die Infrastruktur am Rande des Gewerbegebietes Jacobsrade vorbereitet. Vorbereitet sind wir nur nicht auf den dann einsetzenden Schwerverkehr. Schon heute klemmt es bei der Abwicklung des Verkehrs zwischen Siek und der BAB erheblich.

Neuer Spielplatz in Meilsdorf


Am Rande des Neubaugebietes Gutskoppel ist in sonniger Lage ein schöner Spielplatz entstanden. Unter Einbeziehung und mit tatkräftiger Unterstützung der betroffenen Bürger ist hier eine Einrichtung entstanden, die hoffentlich auch von den Kindern angenommen wird. Dann sind hier die nicht unerheblichen Mittel der Gemeinde sinnvoll angelegt.

Naherholung


In den letzten Jahrzehnten sind systematisch Fußwege zur Erschließung der Nahbereiche um Siek angelegt worden. Diese Wege werden auch intensiv genutzt. Leider ist der Zustand der Wege unbefriedigend. Insbesondere der Weg nach Meilsdorf und der Weg am Rückhaltebecken beim Bauhof stehen häufig unter Wasser. Die Mängel ließen sich mit geringem Aufwand beseitigen. Selbst ständige Nachfragen konnten den Bürgermeister nicht bewegen, hier die Gemeindearbeiter einzusetzen. Auch die Mehrheit in der Gemeindevertretung scheint dieses Thema nicht zu interessieren.

Besserwisser


Der Weg zum Sportplatz über den Papendorfer Weg ist insbesondere für Fußgänger und Radfahrer in unzumutbarem Zustand. Die Gemeindevertretung war sich auch einig, Abhilfe zu schaffen.
Unser Vorschlag war, den Gehweg mit Bordstein bis zum Kleingarten zu verlängern. Dann parallel zu den Kleingärten auf der Westseite einen Streifen überfahrbares Betonsteinpflaster herzustellen.
Beschlossen wurde jedoch der CDU-Vorschlag, der auf den Bordstein verzichtete und den weiteren Gehweg in den Knick auf die Ostseite legte. Unser Hinweis, dass dann der Gehweg zum Parkplatz wird, und wir den Knick nicht anfassen dürfen, wurde nicht beachtet.
Ergebnis: Wir haben jetzt einen zusätzliche Parkplatz am Papendorfer Weg, und der Knick durfte natürlich nicht angefasst werden. Fußgänger und Radfahrer quälen sich weiterhin über das Kopfsteinpflaster.
 


Wahlaufruf

Am 25. Mai 2008 ist Kommunalwahl

Sie bestimmen dann, wer das bestimmt, was Sie direkt trifft. Schule, Kindergarten, örtliches Angebot, Arbeitsplätze, Bauland, Abgaben. Gerade in einer kleinen Gemeinde wie Siek ist der direkte Einfluss noch möglich. Ärgern Sie sich nicht, werden Sie aktiv. Werden Sie aktiv in einer Partei ohne Dogmen, dicht am Bürger. Bei uns gibt es keine „Ochsentour“ rufen Sie uns an. Tel.: 04107.9682.
                    Für Vielfalt, gegen absolute Mehrheiten.

Wir informieren Sie auch regelmäßig, wenn keine Wahl ist!
 

  v.i.S.d.P.: E. Heinbockel Nr. 38/08